Besser essen – leichter verdauen

Gestillte Kinder neigen kaum zur Verstopfung, da Muttermilch leichter verdaulich ist als jede Babymilch. Wird für die Zubereitung der Säuglingsnahrung kalkhaltiges Wasser verwendet, kann das den Stuhl zusätzlich verhärten. Auch der erste Brei schafft manchmal Probleme, denn er bedeutet für die Verdauung des Babys eine große Umstellung.

Püriertes Obst und Gemüse sind grundsätzlich wertvolle Zutaten: Ihre Ballaststoffe binden Flüssigkeit (bieten Sie stets genug zu trinken an) und transportieren sie in den Darm – der Stuhl wird weicher. Mit Vorsicht zu genießen sind jedoch Bananen, gekochte Karotten und geriebener Apfel: Sie gelten als Stuhlfestiger. Bemerken Sie, dass der Stuhl zu fest wird, steigen Sie lieber auf Birne, Pastinake und Brokkoli um.

Kinder ab zwei Jahren können ihre Ballaststoffe bereits aus Vollkornprodukten und Müsli beziehen; auch Naturreis und Kartoffeln sind gute Quellen. Obst und Gemüse, vor allem als Rohkost, sowie Nüsse und Hülsenfrüchte liefern ebenfalls viele Ballaststoffe.

Stuhlfestiger vermeiden

Schokolade und Kakao sowie Weißmehlprodukte wie Kekse, Kuchen, Brötchen oder helle Teigwaren sind zwar lecker, festigen aber den Stuhl. Gleiches ist auch für stuhlfestigende Obst- und Gemüsesorten wie z. B. Bananen oder gegarte Kartoffeln zu beachten. Diese sollten bei bekannten Problemen gemieden werden. Grundsätzlich gilt: Je fetter und süßer ein Gericht, desto langsamer verläuft der Verdauungsprozess. Dadurch wird dem Stuhl zusätzlich Wasser entzogen und er verhärtet. Das bedeutet nicht, dass Ihr Kind überhaupt nichts Süßes essen darf – achten Sie nur immer auf ein gesundes Maß.