Wie entsteht eine Verstopfung?

Die gute Nachricht zuerst: In 95 % aller Fälle steckt keine organische Ursache hinter der Verstopfung! Häufig ist sie eine Folge veränderter oder ungünstiger Ernährungsgewohnheiten. Möglicherweise enthielt das Essen zu wenig Ballaststoffe oder das Kind hat zu wenig getrunken. Auch mangelnde Bewegung kann eine Verstopfung begünstigen, ebenso wie der Übergang von Muttermilch zur Folgemilch oder die Umstellung auf Beikost.

Mögliche Auslöser für die Verstopfung

Im Kleinkindalter lernt das Kind, dass es sich den Stuhlgang aktiv verkneifen kann. Wie man diese Fähigkeit sinnvoll einsetzt, muss es aber erst noch begreifen. Folglich kann es passieren, dass das Kind den Gang aufs Töpfchen vermeiden oder herauszögern möchte, um das Spiel nicht unterbrechen zu müssen oder weil es mit der Entwöhnung von der Windel noch nicht zurecht kommt. Aus der Sicht des Kindes stoppt das Verkneifen den Stuhldrang – die unangenehmen Folgen kann man ihm noch nicht begreiflich machen. Hat das Kind den Stuhl bereits einmal zurückgehalten, können die angesammelten Stuhlmengen Schmerzen verursachen. Wird dann das aktive Verkneifen zur Regel, kann das in kurzer Zeit zu einer chronischen Verstopfung führen.

Auch die folgenden Auslöser können Kinder verunsichern und dazu führen, dass der Stuhl zurückgehalten wird:

  • eine veränderte Umgebung (Umzug, Besuch des Kindergartens)
  • familiäre Einschnitte (Scheidung, Geburt eines Geschwisterkindes) 
  • Zeitdruck
  • Ekel vor fremden Toiletten (z. B. im Kindergarten)
  • Schmerzen beim Stuhlgang (harter Stuhl)